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JUNIOR Perspektiven 2008
JUNIOR-Perspektiven 2008 vom 19.-22.09.2008 in Berlin
JUNIOR-Perspektiven – Unternehmer für drei Tage
Schüler entwickeln bei JUNIOR-Perspektiven an einem Wochenende in Berlin eigene Geschäftskonzepte unter fast realen Bedingungen . Die JUNIOR-Perspektiven fanden vom 19. bis 22.09.2008 in Berlin statt.
Unter fast realen Bedingungen haben Schüler aus ganz Deutschland an nur einem Wochenende ein komplettes Geschäftsmodell entwickelt.
Am Wochenende vom 19. bis 22. September 2008 veranstaltete das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie der Siemens AG zum zweiten Mal die JUNIOR-Perspektiven.
Knapp fünfzig junge Leute zwischen 16 und 20 Jahren waren der Einladung nach Berlin gefolgt. Ein Jahr lang hatten sie sich bereits zuvor erfolgreich als Unternehmer geübt und hatten mit einer JUNIOR-Schülerfirma ihre eigene Geschäftsidee umgesetzt.
Nun wollten sie ihre Grundkenntnisse noch einmal gründlich aufpolieren. Zur Seite standen ihnen dabei Experten aus der Praxis ebenso wie ehemalige JUNIOR-Teilnehmer, die mittlerweile ihr eigenes Unternehmen führen. In Workshops, Gruppenarbeiten und Diskussionen vertieften die Teilnehmer ihr Wissen und kamen mit den Fachleuten ins Gespräch.
Hauptaufgabe dabei war es, aus einer vorgegebenen Geschäftsidee binnen kürzester Zeit ein reelles Businesskonzept zu erstellen. Von der Finanzierung bis hin zum Marketing, von Distributionswegen bis hin zu Multiplikatoren, Zielgruppen und Nachhaltigkeit – Es galt, wirklich jeden Bereich eines Unternehmens abzudecken und genauestens zu planen. Für die Schüler bedeutete dies harte Arbeit und einen straffen Zeitplan. Wann immer sie in der Kleingruppe an ihre Grenzen stießen, sprangen ihnen Claudia Kirsch und Irene Kuron zu Hilfe. Die beiden selbstständigen Unternehmensberaterinnen gaben ihr Know-how an die Teilnehmer weiter und waren zur Stelle, wann immer die Motivation nachzulassen drohte oder ein Projekt in der Sackgasse steckte.
„Das Potential der Schüler, die hier in Berlin an den JUNIOR-Perspektiven teilgenommen haben, ist immens. Sie bringen die besten Voraussetzungen mit, um später einmal unternehmerisch erfolgreich zu sein“, lobte Claudia Kirsch – was sich bei der großen Präsentationsrunde widerspiegelte: Die Beiträge strotzten geradezu vor Einfallsreichtum und Professionalität. Vom Bier-Kühl-Rucksack „Beer Bag“ über den Audio-Guide für den Wallfahrtsort Altötting bis hin zum Sensor, der beim Verlassen des Hauses offene Fenster und angeschaltete Herdplatten meldet, vom „Fresh Pack“, der Dose also, die individuell befüllt werden kann, bis hin zum multifunktionalen Partyteller – „Wahnsinn, was sich die Schüler da haben einfallen lassen!“, schwärmte Diplom-Kauffrau Wiebke Paßmann. Ihr Jury-Kollege Frank LIffers, der erst selbst an JUNIOR teilgenommen hat und der heute erfolgreich seine eigene Musik-Event-Agentur betreibt, konnte sich dem nur anschließen: „Einfach gigantisch!“
Und auch Marion Hüchtermann, Projektleiterin beim Veranstalter der JUNIOR-Perspektiven, dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln, zog ihren Hut vor den Schülern: „Was Sie auf die Beine gestellt haben“, verlieh sie ihrer Begeisterung Ausdruck, „verdient allerhöchste Anerkennung“. Und sie schickte hinterher: „Ich habe nicht den geringsten Zweifel: Sie gehen Ihren Weg!“
Die Schüler stehen noch am Anfang ihrer Karriere. Andere, die es – leger formuliert – schon zu etwas gebracht haben, standen bei den JUNIOR-Perspektiven Rede und Antwort. Bei der Talkrunde am Sonntagabend bekamen die Schüler die Gründer hautnah zu fassen. Anton Jurina (Armed Angels), Dominik Maximini (JENZ), Felicitas Sutor (NUMIGO) und Roland Hötzl (TRANSPOREON e-sourcing GmbH) berichteten von ihren ersten Gehversuchen als Existenzgründer und von den Chancen, Gefahren und sowie den positiven Seiten der Selbstständigkeit.
Thema der abschließenden Podiumsdiskussion am Montagmorgen im Wirtschaftsministerium war „Unternehmer von morgen in der sozialen Marktwirtschaft“. Angeregt diskutierten die Selbstständigen von morgen unter anderem mit Dr. Karen Horn, der Leiterin des IW-Hauptstadtbüros, und Bastian Grubert, dem Geschäftsführer der TEC-SAS IT-Service. Grubert machte den jungen Leuten Mut: „Wenn man Biss hat, eine gute Idee und eine gute Organisation, dann kann man es schaffen!“ Bleibt uns nur, viel Glück zu wünschen.
Vera Bruckauf und Verena Amersbach



