JUNIOR

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Basisinfos

Hintergrund und Zielsetzung

In Deutschland arbeiten nur wenige Erwerbstätige auf eigene Rechnung. Verglichen mit anderen Industrieländern ist der Gründerelan hierzulande vergleichsweise gering. Ein Grund für den hohen Nachholbedarf wird auch in der unzureichenden Vermittlung von wirtschaftlichem Know-how an Schulen gesehen. Hier setzt JUNIOR an.

Häufig wird Wirtschaft im Unterricht zu theoretisch gelehrt, wodurch die Zusammenhänge zwischen Lehrstoff und Wirtschaftspraxis unklar bleiben. Diese Lücke schließt die Institut der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR gGmbH mit dem Projekt JUNIOR, das seit 1994 Schüler an unternehmerisches Denken und Handeln heranführt.

Informationsveranstaltung

In allen Bundesländern finden jeweils in der zweiten Schuljahreshälfte JUNIOR-Infoveranstaltungen statt. Dabei erhalten interessierte Lehrkräfte ausführliche Materialien zum Projekt und seiner Durchführung.

Einschreibung und Projektbeginn

Haben sich mindestens 8 Schüler für die Projektteilnahme gefunden, schreibt sich das JUNIOR-Unternehmen ein. Die Geschäftsidee wird geprüft und nach Genehmigung beginnt das Unternehmen mit der Geschäftstätigkeit.

Teilnehmer

Schüler ab der 9. Klasse an allgemein- und berufsbildenden Schulen können an JUNIOR teilnehmen. 8 bis 15 Schüler gründen dazu ein JUNIOR-Unternehmen, bei dem sie alle Funktionen – inklusive die des Vorstandsvorsitzenden – selbst besetzen. Mit viel Kreativität entwickeln und vermarkten die jungen Unternehmer ihre Geschäftsideen (wie z. B. Dinkelkissen, Bilderrahmen, Spiele, Handykursen für Senioren, Computerdienstleistungen).

Geschäftstätigkeit der JUNIOR-Unternehmen

Zu Beginn der Geschäftstätigkeit müssen die jungen Unternehmer 90 Anteilsscheine à 10 Euro verkaufen. Anschließend kümmern sich die Schüler um die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsidee am Markt. Absatzmärkte müssen analysiert und Marketingstrategien entwickelt werden.

Hilfestellung durch die JUNIOR-Geschäftsstelle

Während des gesamten Projektjahres steht die JUNIOR-Geschäftsstelle den jungen Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite. Dort werden Fragen zur Buchführung und zur Unternehmensleitung ebenso wie Fragen zur Organisation und zum Ablauf beantwortet.

Hilfestellung durch Schul- und Wirtschaftspaten

Bei Schulpaten handelt es sich um Lehrer, die das Projekt mit den Schülern gemeinsam durchführen. Wirtschaftspaten sind Vertreter der örtlichen Wirtschaft. Ihr Wissen kommt den Schülern bei der Durchführung und Organisation ihres JUNIOR-Unternehmens zugute. Dazu zählen u. a.:

  • Präsentation in der Öffentlichkeit 
  • Planung einer Hauptversammlung 
  • Buchführung 
  • Kundenansprache 
  • Kontakte mit Zulieferern

Startkapital – Verkauf von Anteilscheinen

Die Schüler erhalten 90 Anteilscheine á 10 Euro, die sie im regionalen Umfeld verkaufen müssen. Jeder Mitarbeiter des JUNIOR-Unternehmens muss ebenfalls einen Anteilschein erwerben. Sobald der Verkauf von Anteilscheinen losgeht, kommt es für die Schüler nicht zuletzt darauf an, Presse, Wirtschaft und Politik auf ihre Geschäftsidee aufmerksam zu machen.

Veranstaltungen

Während des Schuljahres gibt es verschiedene Veranstaltungen:

  • JUNIOR-Unternehmertreff
  • regionale und internationale JUNIOR-Messen 
  • JUNIOR-Wettbewerbe (Landes-, Bundes-, Europawettbewerb)
  • JUNIOR-Perspektiven

Auflösung – Zertifikate als Bestätigung

Die Laufzeit eines JUNIOR-Unternehmens ist auf ein Schuljahr begrenzt. Vor Beginn der Sommerferien müssen sich die JUNIOR-Unternehmen auflösen.

Zertifikate als Bestätigung

Bei ordnungsgemäßer Auflösung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat, das beispielsweise bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einem Studienplatz von großem Vorteil sein kann. Bedingungen für den Erhalt eines Zertifikats sind:

  • Nachweis der Geschäftstätigkeit innerhalb des Geschäftsjahres
  • Mindestens 50 abgeleistete Arbeitsstunden im JUNIOR-Unternehmen
  • Ordnungsgemäße Auflösung des JUNIOR-Unternehmens